Das Ausüben einer Kampfkunst wird sehr oft mit Gewalttätigkeit gleichgesetzt. Man lernt andere Menschen zu verletzen und zu töten und andere Menschen reagieren auf jemanden, der so etwas kann, sehr oft mit Unverständnis oder Misstrauen.

Gewalt und Liebe sind jedoch zwei Seiten der selben Medaille. In jedem von uns steckt die Fähigkeit zur bedingungslosen Liebe und Zuneigung und die Fähigkeit zum Ausüben brutaler Gewalt. Wer einmal kleine Kinder beobachtet hat, der weiß dass dies völlig natürliche Verhaltensmuster unserer Spezies sind. Wir alle lernen jedoch im Laufe unserer Entwicklung und Erziehung welche Anteile unseres Verhaltens gewünscht sind und welche uns Nachteile bringen. Die Anlage in uns bleibt gleich.

Die Geschichte von den beiden Wölfen in uns spiegelt das sehr gut wieder.

Die Kampfkunst bietet uns den Raum den sowieso vorhanden, gewalttätigen, Wolf kontrolliert kennenzulernen und zu zähmen, so dass von Ihm keine Gefahr mehr ausgeht. Ich habe ihn „an die Leine“ gelegt und füttere ihn durch das Training. Ich kontrolliere ihn.

Ich habe also immer die Möglichkeit mich sowohl für die friedliche, als auch die gewalttätige Lösung, zu entschieden, und zwar bewußt.

Erst dadurch habe ich die FREIHEIT mich für die Liebe und den Frieden zu entscheiden.

Im folgenden Video bringt es Jordan Peterson, ein klinischer Psychologe, der lange in Harvard gelehrt hat und heute in Toronto lebt, schön auf den Punkt: