In unserem Bagua-Training arbeiten wir mit Bildern. Sie helfen uns, Bewegung und innere Zusammenhänge nicht nur zu verstehen, sondern körperlich zu erfahren. Diese Neuinterpretation des Taiji-Symbols nimmt diesen Gedanken auf: Körper und Geist erscheinen nicht als Gegensätze, sondern als zwei Seiten derselben Wirklichkeit.
Die Landschaft steht für die stoffliche Welt. Die Kugeln und die Strömungen des Wassers zeigen ihre nichtstoffliche, geistige Rückseite. Im Zentrum begegnen sich beide Seiten: Die zentrale Kugel ist in unserer Vorstellung eine von zehntausenden Kugeln unseres Shen-Geistes. Die angedeutete DNA steht sinnbildlich für ihren Ankerpunkt im lebendigen Körper. Hier treffen körperliche Gestalt und geistige Entsprechung zusammen – die Kugel wird zur Brücke.
So lädt das Bild dazu ein, hinter dem scheinbaren Gegensatz von Körper und Geist das Verbindende zu entdecken. Nicht nur als philosophischen Gedanken, sondern als etwas, dem wir in unserer eigenen Praxis mit Bewegung, Aufmerksamkeit und Stille nachspüren können.